Toxisches Umfeld verunsichert Konsumenten

AGENDA2050 warnt vor Werbeschaltungen auf Meta-Plattformen. 15 Milliarden betrügerische Anzeigen pro Tag verunsichern Verbraucher und haben negative Auswirkungen auf die Kaufentscheidung.

Wien (LCG) – Aktuelle Zahlen zeigen, womit die Facebook-Mutter Meta Milliarden verdient. 13,9 Milliarden Euro spielte betrügerische Werbung im letzten Jahr in die Kassen des Digitalgiganten. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters lukriert der Konzern rund zehn Prozent seines Umsatzes mit Werbung von Fake Shops und anderen Betrügern. Etwa 15 Milliarden Anzeigen mit betrügerischem Hintergrund werden jeden Tag auf Instagram, Facebook und WhatsApp ausgespielt.

Trotz anders lautender Beteuerungen des Tech-Giganten zeigt sich, dass interne Kontrollsysteme nicht wirken. Der Verdacht liegt nahe, dass Facebook, Instagram und WhatsApp betrügerische Anzeigen als Teil ihres Geschäftsmodells tolerieren. Entsprechenden Beschwerden von Usern scheint auch nur sehr beschränkt nachgegangen zu werden.

Nicht nur für die User ist die mangelnde Regulierung des Digitalgiganten bedrohlich. Werbetreibende nehmen Schaden, wenn sie in einem Umfeld präsent sind, das Betrügern alle Möglichkeiten ihres kriminellen Geschäfts ermöglicht. In einem Umfeld, in dem man sich vor Betrug schützen muss, steigt die Skepsis, während die Kauflaune sinkt. Mit Schaltungen in diesem toxischen Umfeld riskieren Werbetreibende nicht nur ihren guten Ruf. Der massive Imageschaden kann bei Konsumenten zu einer ablehnenden Haltung führen, die mit einem Absatzrückgang einhergeht.

„Der aktuelle Skandal zeigt einmal mehr die Gefahren der Digitalgiganten für
User und Werbetreibende. Während österreichische Medien und deren
Vermarkter enorme Ressourcen in ein vertrauenswürdiges und qualitatives
Werbeumfeld investieren, macht Meta mit Betrügern glänzende Geschäfte.
Werbetreibende müssen Bewusstsein für die Risiken auf den Meta-Plattformen
entwickeln, um ihre Marke zu schützen. Gleichzeitig bedarf es strikter Regularien
für die Tech-Giganten wie sie in den Vereinigten Staaten und Großbritannien
bereits gefordert werden“, betont Eugen Schmidt (AboutMedia), Präsident der
AGENDA2050.